Olaf Berger mit neuem Album "Hast Du heut schon gelebt"
Andreas Reiter
Freitag, den 06. Oktober 2017 um 14:00 Uhr
Hitverdächtig

Olaf Berger fragt Dich „Hast Du heut schon gelebt“

Olaf Berger braucht man im Prinzip gar nicht groß vorzustellen – seit über 30 Jahren eine feste Größe im deutschen Showgeschäft und allererster Künstler aus der ehemaligen DDR, der die begehrte Goldene Stimmgabel verliehen bekam.

Sein großes Bühnenjubiläum feierte er mit einer beeindruckenden Tour und sein gleichzeitig veröffentlichtes Album „Über Grenzen gehen“ überzeugte ebenso, wie die letzten Singles „Dieser Augenblick“, „Das kann nur eine sein“ und „Hast du heut schon gelebt“. Jetzt erscheint sein brandneues Album – ganz unter dem lebensbejahenden Motto: „Hast du heut schon gelebt“. Mit dem Titelsong macht Olaf Berger deutlich, dass sein Herz besonders dafür schlägt, klassischen Pop-Schlager und vertraute Musikelemente in die heutige Zeit zu katapultieren.

Olaf Berger hat mehr als nur eine „Perfekte Fantasie“

„Perfekte Fantasie“ eröffnet das Album und zeigt bereits, wohin die Reise geht. Ein temporeicher, nach vorn gehender Pop-Schlager mit 90er-Jahre-Dance-Beats und einem Text, dem man sich nicht entziehen kann, der die eigene Fantasie anregt. Nahtlos an den Opener schließt sich „Hast du heut schon gelebt“. Der Song, den Tim Peters für Olaf geschrieben und produziert hat, wird von dem sympathischen Dresdner wunderbar interpretiert. Eine Hommage an das Leben, ein Hit für jede Party, denn die eingängige Musik entwickelt sich sofort zum Ohrwurm. Die positive Energie des Songs und der im Text vermittelte Optimismus, springen sofort auf den Zuhörer über.

Olaf Berger und Antonia aus Tirol präsentieren den Apres Ski Hit

Mit dem Überraschungsduett „Was wäre wenn wir Single wär‘n“ gehen Olaf Berger und Antonia aus Tirol, eine der bekanntesten österreichischen Schlagerexporte und erfolgreichsten Partykünstlerinnen, erstmals eine musikalische Liaison ein. Ein prickelndes Duett – optisch und musikalisch ein wahres Feuerwerk. Olafs tiefere, warme, schmeichelnde Stimme und Antonias klares helles Timbre passen wunderbar zusammen. Der Text wirkt erotisch, prickelt auf der Haut und die Musik ist voller Schwung – ein Tanzflächenfüller mit Hitpotenzial!

Mit einer tollen, gemäßigteren Mischung, in die auch euphorische Synthesizer-Einsätze einfließen, geht es mit „Wenn sie auch kein Engel war“ weiter. Ein romantischer Rückblick auf eine prekäre Affäre, der zwischendurch von gesprochenen, französischen Parts verziert wird. Doch schließt Olaf schwärmend mit „…Hab‘ den Flug mit ihr niemals bereut“.

Olaf Berger – „Hast Du heut schon gelebt
Andreas Reiter

Olaf Berger auf den „Straßen nach morgen“

Nicht alles wird von elektronischen Klängen dominiert. „Straßen nach morgen“ strahlt mit E- und Akustikgitarren, einer starken Percussion und einer gezielt minimalistischen Instrumentierung in den beinah melancholischen Strophen, während der Refrain mit gedämpften Klängen daherkommt, die mal an sanftes Akkordeon, mal an sehr dezenten Dudelsack erinnern. Inhaltlich geht es um Trennung und Schmerz mit dem optimistischen Blick nach vorn – ein tiefsinniger Text mit einem genialen Wortwitz.

„Ebbe und Flut“ beschreibt das Leben in seinen vielen Facetten. Eine starke Textaussage mit wunderbaren bildhaften Vergleichen – zwischen Naturgewalten, den Gezeiten und dem Leben eines Menschen. Vieles im Leben kann man beeinflussen (…Freunde, die den Weg kreuzen…, doch auch mancher Bernstein entpuppt sich plötzlich als falsch…, der Diamant als Symbol für den ganz besonderen Menschen…) – Andere Dinge wiederum kann man nicht ändern, trotz Fortschritt, denn sie passieren einfach…- wie „Ebbe und Flut“. Doch in jedem Leben gibt es „Schätze“ – „…nichts ist umsonst und nichts vergebens…“- jede Erfahrung, jede Situation im Leben, bringt einen auch weiter… – Man wird regelrecht an Bruce Springsteens „Streets of Philadelphia“ erinnert. So ruhig und gedankenvoll – auch das ist Olaf Berger!

Olaf Berger fodert: „Sag einfach ja“

„Sag einfach ja“ reißt den unvorbereiteten Hörer regelrecht vom Hocker. Es beginnt mit A-Cappella-Adlibs, einer so dynamischen, sanften Percussion, wie man sie zuletzt vielleicht von Ed Sheeran gehört hat, steigert sich dann in Chor-Background Gesang, bis es sich mit kräftigem Drumming in topmodernen Schlager-Pop steigert. Der Ohrwurm-Refrain ist der Wahnsinn.

Doch das ist noch lang nicht alles! Olaf Berger hat es mit „Was für eine Frau“ geschafft, die perfekte Hymne, der ganz besonderen Frau im Leben zu widmen und damit gleichzeitig eine Power-Ballade wie aus dem Rock-Genre zu schaffen, die allerdings ohne E-Gitarre auskommt. Ganz im Gegenteil regieren hier Pop-Synthesizer, das Glockenspiel und unheimlich warme Pop-Schlager-Vocals mit Geborgenheits-Garantie. Die Brücke, die den Übergang vom Ende des Refrains bis zum Anfang der nächsten Strophe bildet, hat dabei eine sehr besondere Melodieführung, die Gänsehaut erzeugt.

Olaf Berger – „Hast Du heut schon gelebt“
Andreas Reiter

Olaf Berger mit einem echten Männerthema: Tränen

Und diese Gänsehaut hält auch noch eine ganze Weile an, denn mit „Auch ein Mann darf mal weinen“ geht es weiter. Der Song handelt vom Weg durch das Leben, begonnen mit der Geburt eines Sohnes und dessen Erwachsenwerdens. Die gefühlvolle Melodie, die durch die toll eingesetzten Piano-Untermalungen unterstützt wird, macht den Titel noch ergreifender. Und natürlich hat Olaf Berger absolut recht: Warum sollte man nicht auch als Mann weinen dürfen? Oder, wie er es wesentlich treffender ausdrückt: „Was sind schon Gefühle, wenn man sich nicht traut? Auch für Clowns oder Helden kommt der Augenblick, da hält keiner die Tränen zurück – ob vor Schmerz oder Glück.“ Denn es gehört auch Mut und Souveränität dazu, zu dem Ausmaß der eignen Emotionen zu stehen. Olaf Berger bringt das sehr überzeugend rüber.

Im Anschluss an diesen emotionalen Moment geht Olaf Berger Stück für Stück zurück zum hochmodernen Pop-Schlager mit Dance-Einflüssen und treibendem Beat. Zunächst noch dezenter, mit „Jenseits der Tränen“, einem Song, der die Geschichte eines Mädchens erzählt, die von ihrem Partner immer wieder im Stich gelassen wird, der leere Versprechungen macht, während man selbst hilflos ist und die Tränen des Mädchens mit ansehen muss. Doch jenseits der Tränen scheint ein Licht – ein Traum vom Neubeginn, vom glücklich sein.

Olaf Berger – „Hast Du heut schon gelebt“
Telamo

Olaf Berger in seinem Element: Feuer – „Feuervogel“, „Es brennt wie Feuer“ und jetzt „Feuer und Eis“

„Feuer und Eis“ nähert sich mit seinem Dance-Beat und dem Fokus auf Atmosphäre wieder den moderneren Sphären – wobei der Songtitel natürlich die turbulenten Gefühle gegenüber einer verführerischen Person darstellt. Auch Alles auf rot bleibt in den sehr atmosphärischen Gefilden, wird dabei aber von einem typischen 90er-Jahre-Dance-Beat durchzogen, bis dann ein wunderschöner Pop-Schlager-Refrain herausbricht.

Den regulären Abschluss des Albums bilden dann die beiden Midtempo-Schlager-Hymnen „Am Rande des Wahnsinns“ und „Wenn einmal keinmal wär“. Mit diesen Songs verwöhnt uns Olaf Berger mit seinem Markenzeichen und Steckenpferd: Er erzählt kleine Songgeschichten, denen man gern zuhört, die wie ein Film im Kopf ablaufen – all das im hochklassigen Schlager-Pop.

Mit „Hast du heut schon gelebt“ bringt Olaf Berger ein kreatives, frisches Album auf den Markt. Eine ganz besondere Mischung aus diversen Musikstilen und musikalischen Epochen. Starke Texte – eine unverbrauchte offene Sprache, die auch eigene Interpretationen zulässt und die das Leben erzählt. Mitreißende, tanzbare Musik in einem perfekt produzierten Soundgewand – einfach 100% Olaf Berger. Das Album „Hast du heut schon gelebt“ “ erscheint am 06.10.2017 im Handel .

Textquelle: Telamo